Das ist kein Fluss. So sieht es aus, wenn sich zwei Inseln gerade
nicht berühren. So verbindet sie halt eine Brücke im folgenden Bild.
Aufgenommen am 01.06.2008 um 08:25:00 Uhr
1. Juni 2008
Föglö
Da hatte ich mir was Stressiges vorgenommen. Wenn die sagen, es gäbe
Frühstück um acht Uhr, dann sicherlich nicht davor. Und danach bis 10.00 Uhr
die Fähre in Längnäs erreichen - unmöglich. Mir wurde auch erst anschliessend
bewusst, dass die halb Elf-Fähre in Svinö auch noch genug euphorisch war. Es
ist doch ziemlich hügelig auf den Landstrassen Ålands und der Wind blies mir
feste entgegen. Doch habe ich sie erreicht. Das waren knapp 30km. Auf der
Insel Föglö dann allerdings enttäuschend, dass wirklich alle Bürgersteige
hochklappt waren. Gut, es ist Sonntag, aber kein einziges Café machte vor
Mittag auf. Hätte ich darauf gewartet, wäre für zwei Stunden keine Fähre mehr
gefahren. Auch die obere ging bloss 16.40 Uhr zurück. Was hätte ich in der
Zwischenzeit zu tun? Weiter biken? Mir tat bereits der Allerwerteste etwas weh
und im rechten Knie merkte ichs bei jedem Tritt in die Pedalen auch.
Schliesslich musste ich ja den ganzen Weg zurück. So bin ich also vielleicht
gerade mal einen Kilometer auf der Insel entlang gedümpelt. Es hatte nette
Michel-Höfe und ganz kleine Örtchen. Damit hatte es sich dann aber.
Auf dem Rückweg nahm ich es dann wirklich gemütlich. Inzwischen war meine
Wasserflasche leer und ich holte mir an der Tanke eine neue. Bereits von
Kristiansand in Norwegen kennen wir die Preise. Diese kostete stolze EUR 2. 90!
Aber es war wirklich nichts anderes offen. Endlich zurück wollte ich mir ein
anständiges Znacht gönnen. Schliesslich hatte ich unterwegs nur Kekse
geknabbert, die sich in meinem Rucksack wohl fühlen. Ich steuere also um die
Ecke zum Hotel und denke mir, das wird ganz bestimmt teuer, wenn es denn auch
satt macht. Da lese ich das Menü und sehe bloss Pizza zu wirklich ganz
anständigen Preisen. Kann man ja mal probieren und sonst immer noch woanders
ein Dessert einnehmen. Ich komme also rein und es sieht drinnen wie im Pub
aus. Auf drei Fernsehgeräten läuft Schweden gegen Kroatien wars glaub. Da
stehe ich am Tresen und bestelle. Niemand interessiert sich für das Match. Es
fahren bloss Leute vor und holen sich Pizza in Schachteln. Als ich die nicht
mal zwanzig Euronen für Pizza und Getränk rüber schiebe, sagt die
Strohblondine hinter der Theke, dass ich mich am Salatbüffet bedienen soll,
bis die Hauptmahlzeit bereit sei. Ich staune nicht schlecht und beige den
Teller mit den wenigen, aber nicht schlechten Zutaten voll. Falls ihr also
auch mal in Mariehamn seid, euch nach Italien-Pfannkuchen ist und ihr vom
Fähranleger der Viking nach oben blickt, ist es gleich das erste Hotel Adlon.