Hinten an der Autobahn kam der erste Bus an. Dann über die Brücke
der Auffahrten, dann in den in Gegenrichtung verkehrenden einsteigen. Geht
auch so!
Aufgenommen am 30.05.2008 um 08:41:39 Uhr
30. Mai 2008
Norrtälje
Mit dem Bus reists sichs durch Schweden. Von Vaxholm nach Norrtälje muss man
zwei Linien nehmen. Verbunden sind diese an der Autobahn. Hätte mir die Dame
im Turistenbüro in Vaxholm nicht gesagt, dass Norrtälje nicht bloss eine Stadt
sei, wäre ich gar nicht erst hin gefahren. Aber es ist tatsächlich einen
kleinen Aufenthalt wert, wie die Fotos zeigen. Im Osten kann man über eine
Brücke auf ein kleines Inselchen hüpfen und locker in einer halben Stunde
umwandern. Die Altstadt im Zentrum ist wirklich sehenswert. Sie bietet auch
eine umfangreiche Fussgängerzone mit netten Geschäften im Schwedenstil.
Heute steigt ein grosses Fest. Da will ich auch noch hin. Irgendeine
Schwedische Persönlichkeit soll heiraten, und so konnte ich morgens gleich die
letzte Übernachtungsgelegenheit in einem B&B ergattern. Hotels keine Chance.
Muss noch heraus finden, wer da wirklich heiratet. Soviel vorweg, es sollen
keine Royals sein.
Im Westen liegt der Lommarensee. Norrtälje liegt etwas im Landesinneren, aber
das Wasser kommt über Kanäle von weiter innen liegenden Seen bis zum Hafen und
läuft über einen Sund ins Meer. Rund um den See hats Naturschutzgebiete, die
ich auch abgewackelt bin. Keine Angst, so weit wie gestern bin ich aber nicht
gegangen.
Im Zentrum gibts auch einen Ausblickshügel mit eigenem Bergstugan. Das ist
ein Restaurant, was ganz nett aussieht. Nur habe ich heute wohl nicht den
Hunger dazu. Schliesslich habe ich zu Mittag eine wirklich nette Bäckerei
gefunden, die wirklich feine Sachen hat. Nicht bloss so pappiges Zeugs. Seht
euch die Fotos an!
Ein richtiges Volksfest, wie wir es vor zwei Jahren schon mal unterwegs in
Norwegen vorgefunden hatten. Da und dort Einheimische mit Tracht, ein paar
Männer spielen Akkordeon. Der ortliche Linedancer-Verein hüpft, die Feuerwehr
zeigt ihren Rüstwagen offen und verteilt Plastikhelme an die kleinen Grisus
mit blonden Haaren. Und das alles draussen in der Fussgängerzone. Es ist
schliesslich lange hell genug und warm, aussergewöhnlich warm. Zurück in
meinem Zimmer zeigte das Thermometer, trotz offenem Fenster, noch immer 24°C.
Das kann fast nicht sein. Schliesslich weht abends immer eine kühle Brise.