Schloss Drottningsholm, auf der Stockholmer Seite des Mälaren
Aufgenommen am 06.06.2008 um 09:23:04 Uhr
6. Juni 2008
Drottningsholm, Södertälje
Auch übers Internet hatte ich zwar erfahren, dass an Sonn- und Feiertagen
keine City-Maut anfallen würde. Dennoch wollte ich gar nicht mehr in die
Innenstadt. So fuhr ich also, mit genauen Anweisungen des Navi, Richtung
Südwesten. Dabei habe ich den Weg von 2006 geschnitten, wo wir uns wegen
Ausfalles desselben in der Tanke einen Stadtplan kaufen mussten.
In einer kleinen Fussgängerzone von Ekerö gibt es einen Kaffeehalt. Über eine
Zwischeninsel erreicht man Drottningsholm. Dort sind aber heute am
Nationaldagen keine Royals zugegen. Diese halten traditionsgemäss in Skansen
auf der Insel Djurgården ihre Festivitäten ab. Trotzdem findet im
Schlossgarten ein Konzert und eine Wachablösung statt. Für ersteres war ich zu
früh am Morgen dran. Die Musiker trafen gerade ein. Ich fahre derweil noch auf
eine Nachbarinsel. Eine Stelle ist wiederum nur Villengebiet, wo man mich
nirgedwo ein Ufer erreichen lässt. Anderswo treffe ich auf einen Park und
spaziere etwas rum, filme die eine oder andere fette Motorjacht, die vorbei
knattert. Später navigiere ich weiter Richtung Süden. Dabei gerate ich als
Abkürzung auf eine weitere Vägverkets-Fähre (eben diese gelben Verlängerungen
der Landstrasse). Komischerweise kostet diese nun aber plötzlich doch was -
umgerechnet knapp zehn Franken.
Ein nächster Halt ist Södertälje. Hier sind überall Festivitäten im Gang: Ein
Konzert hier, Verkaufsstände dort. Ich wandere ein bisschen herum und fahre
etwas weiter Richtung Westen. Ausserhalb hat es ein Vanderhem. Doch ist dort
niemand zu erreichen. Ich schaue mir die Gegend dort an. Es sind überall
kleine Häuschen am Ufer, vergleichbar mit den sog. Schrebergärten bei uns. Es
hat aber keine Gärten, sind eher Ferienplätzchen.
Da auch später niemand in der Herberge ist, entschliesse ich mich, nach
Södertälje zurück zu fahren. Dort fahre ich das örtliche Scandic an. Als ich
mich nach dem Preis erkundige, meint die Dame an der Rezeption, dass evt. das
Hotel in der Innenstadt etwas günstiger sei. Tatsächlich umgerechnet acht
lächerliche Franken weniger. Diese werden allerdings auf der Rechnung am
nächsten Tag locker als Parkgebühren wieder auf die Rechnung geklatscht.
Abgesehen davon ist diese Stadt gar nicht so schlecht wie ihr Ruf. Zuvor
wusste ich von Radio Schweden nur, dass es dort ein Ausländerproblem geben
soll. Klar, überall in den grösseren Orten sieht man Leute aller couleur. Aber
das ist doch überall so. Hatte ich oft gerade diese Leute nach Weg und
Übernachtungsstätten gefragt und immer nette Hilfe erhalten. Södertälje bildet
Verbindung von Mälaren zu Östersjon. Im Moment hatte die Schleuse gerade einen
Hub von etwa 20cm zu bewältigen.