Tagebuch einer Floridareise |
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10. Juni 1998 - 25. Juni 1998
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Es gäbe bestimmt längere Reisen, deren Dokumentation eine interessantere Lektüre
abgeben würde. Wenn Sie sich davon überzeugen wollen, schauen Sie sich doch einfach das
Tagebuch meines Reisepartners einer früheren Reise an unter http://private.freepage.de/sth/
| 10. Juni | nach oben |
Wie kommt man überhaupt dazu ausgerechnet zum zweiten Mal nach Florida in die Ferien zu fliegen. Ganz einfach: Ich hatte bei Star-TV einen Preis von Balair für einen Flug nach Miami gewonnen. Also flogen wir um 9.00 Uhr in Zürich ab. Um 13.30 Uhr setzen wir in Miami auf, um anschliessend den Flughafen in eine Atmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit und ständig über 30° C zu verlassen. In den kommenden Tagen haben wir kein Termometer mitgeführt, aber kurzzeitig war's schon etwa 38° C warm, ehrlich! Die Ami-Medien kommentierten das so: "Florida's weather is to be as in August. Expect temperatures in the mid nineties!"
Wie heisst es so schön im Video, das uns noch während des Fluges gezeigt wurde: "Verwenden Sie Taxis nur an Taxiständen ihrer Gesellschaft!" Dies sollte uns nicht abhalten, von einem "wilden" Taxifahrer zu $35.- in den Miami Beach Ocean Resort gefahren zu werden. Anschliessend verweilen wir jedoch nur kurz auf unserem Zimmer 625. Kaum in die Badehosen gehüpft, müssen wir sofort das Wasser der Atlantikküste testen.
Aber jetzt endlich: In welcher neuen Umgebung befanden wir uns da? Ein Spaziergang
Miami Beach rauf und runter gab uns Klarheit. Einzig die eingeschaltene Mittagspause (etwa
um fünf Uhr, Jet-Lag bedingt) mit einer Pizza aus der Box zu Preisen, wie man sie nur an
der Beach finden kann. Da war das Preis- / Leistungsverhältnis bei Denny's zum Z'Nacht
besser.
| 11. Juni | nach oben |
Dies musste belohnt werden: Z'Morge gab's dann wieder bei Denny's, aber in dem Restaurant neben dem Hotel. Dieser Tag war unser Stadt-Tag. Wir fuhren mit dem Linienbus ins Downtown und schauten uns erst mal die Gegend um Bayside an. Sehr einfach kann man den innersten Stadtkreis mit dem Metro Mover ziehen, einer Hochbahn mit führerlosen Wägelchen auf normalen Reifen. In Nord-Süd-Richtung kommt man einfach mit der Metro Rail, wiederum eine Hochbahn, jedoch, wie der Name sagt, auf Schienen. Damit knattern wir nach Coconut Grove, wobei das Geleise etwa einen Kilometer entfernt vorläuft. Ein Fussmarsch war jedenfalls angesagt. Und das bei einer Hitze, wo beim Anheben einer Feder Schweissbäche an der Stirn austreten. Glücklicherweise wies uns ein freundlicher Miamianer noch die nähste Haltestelle des Geschehens an.
Der Jachthafen und der Blick auf die vorgelagerten Inselchen war ja ganz schön, aber viel ging dort nicht ab. Zwei Strassen weiter oben sind die Geschäfte und Restaurants, da lohnt es sich hinzugehen. Weiter gingen wir Richtung Nordwest durch einige Strassen mit einigen farbigen Bewohnern, die auf ihren Klappstühlen am Bürgersteig sassen oder auf diesem unterwegs waren. Sie haben freundlich gegrüsst, und auch Fragen nach der richtigen Buslinie beantwortet.
Endlich gelangen wir an die Miracle Mile im Stadtteil Coral Gables und gehen ebenfalls die Strasse hoch und runter.
Eigentlich haben wir jetzt genug Geschäfte gesehen und beschliessen, den Linienbus
zurück in die Downtown zu nehmen. Kurz umgestiegen geht's zurück nach Miami Beach. Nach
einem weiteren Z'Nacht im Denny's werden die Inline Skates umgeschnallt und der Art Deco
District abgebladet. Flachen Beton findet man auch in der Lincoln Avenue, einer
Fussgängerzone. Nicht umsonst hatten wir uns das Bladen auf den Abend aufgespart. Die
Hitze des Tages hätte uns innert Sekunden erledigt.
| 12. Juni | nach oben |
Denny's, das hiess eine Karte mit Auswahl, amerikanische Vielfalt und eine Vitrine bei der Kasse, wo die Torten auf einem Zentimeter Keksboden zehn mit Zuckerglasur oder einer Fettschwarte aufwies. Was soll's? Es war das einzige Restaurant innerhalb einer Meile um unser Hotel. Also, auf zum Frühstück dorthin. - Aber schnell! Denn bei Cruise America wartete schon unser Wohnmobil darauf, von uns abgeholt zu werden. Drei Typen mit Berner Dialekt schienen es uns gleich zu tun. Als wir dann aber dachten, dass unser 21 Fuss langes Gefährt wohl etwas zu luxuriös und womöglich zu lang sein könnte, stellte sich heraus das wir die Papiere des Fahrzeuges der Berner erhalten hatten. Sie tauschten wohl lieber als wir. So erhielten wir etwas in der erwarteten Grösse, aber für ein 97er Modell doch schon recht "abgegriffen".
Nach einer kurzen Fahrt zum nächsten Publix Lebensmittel-Geschäft hiess es zu bunkern, was man für zwei Wochen so alles brauchen könnte. Na ja, auch Sachen, die man gut länger als zwei Wochen gebrauchen kann. Was wir nicht mit nach Hause nehmen konnten, wurde kurzerhand zu Einweg-Artikel umverwendet. Die erste Fahrt sollte keine lange werden. So entschlossen wir uns den ersten Campingplatz bereits in Fort Lauderdale anzufahren. Unser Campingführer versprach einen Platz mit Wasseranstoss: Yacht Haven, Park & Marina. Er sollte recht behalten...
Stefan zauberte nach Cinnamon Bun als Vorspeise ein Menü auf dem Gasherd. Nennen wir
es "Chicken Piccata with Ellbows". Den Garlic Ranch Dressing kippten wir über
den Garden Salad aus der Tüte. Passiv verdaut wurde das Ganze beim Schwimmen im Pool und
Geruhen im Whirlpool, Jacuzzi oder Hot Tub, wie auch immer diese Töpfe heissen.
| 13. Juni | nach oben |
Florida ist auch der Staat der vielen Factory Outlets, den Einkaufszentren mit Waren direkt ab Fabrik. Zu günstigen Preisen, wird man ihnen gerne sagen. - Zwischen den Everglades und der Stadt Ft. Lauderdale befindet sich die Sawgrass Mills Factory Outlet Mall. Neben den vielen, grossen Geschäften zeigt sich der überdachte Innenhof wie ein kleiner Vergnügungspark. Orlando ist eben nur noch gerade eine Autostunde entfernt.
Wir setzten unsere Reise Richtung Nordwesten fort und kampierten im R.V. Park in South
Bay.
| 14. Juni | nach oben |
Nun waren wir schon am Südpunkt des Lake Okeechobee, so umfuhren wir ihn auch gleich rechtsrum. Viele Kanäle führen von ihm weg ins Meer. Da sich der See nur wenige Meter über dem Meeresspiegel befindet, haben die Amis einen Damm drumrumgebaut. Wir haben uns entschlossen zurück an die Ostküste zu fahren, um über die Hutchinson Island das Meer auf beiden Seiten sehen zu können. Diese vorgelagerten Inseln haben eigentlich immer etwas gemeinsam: Baden kann man nur an der dem Meer zugewandten Seite. Das machten wir dort auch.
In Fort Pierce fuhren wir dann noch den Road Runner Travel Resort an und liessen uns
eine 18-Zoll-Pizza liefern. Dies sollte mehr sein, als wir an einem Tag essen konnten.
Trotzdem wollte ich zum Dessert das Häagen Dazs nicht auslassen.
| 15. Juni | nach oben |
Hutchinson Island
besteht eigentlich aus zwei Inseln und darum setzten wir die Reise auf der nördlich gelegenen fort bis Vero Beach. Hatten wir "Beach" gehört? - Schnell die Hosen gewechselt und "Platsch"! Der salzige Geschmack im Mund wurde umgehend durch einen Quarter Pound Hot Dog respektive einem Grilled Chicken Sandwich neutralisiert.Jetzt wollten wir aber tatsächlich nicht noch mehr Meilen produzieren und stachen Richtung Westen ins Landesinnere. Dies sollte nicht heissen, das wir jetzt für eine lange Zeit kein Gewässer mehr sehen sollte. Schliesslich ist Florida das Land mit den zig Seen (den Spruch habe ich doch wohl schon gehört). - Wir haben nicht gemessen, aber einige Meilen war der Blue Cypress Lake schon von der Landstrasse entfernt. Der ist dort, wo die Kühe unter Palmen stehen.
Oh Schreck! Es ist schon spät und unser Camping-Führer zeigt den nächsten Campingplatz erst auf dem folgenden Kartenabschnitt. Eindeutig zu weit! An der Tankstelle erklärt man uns den Weg zu Bud's R.V. & Marina am Tiger Lake. Erst am nächsten Morgen konnten wir die Schönheit der Gegend erkennen. Doch es gilt, was für alle tropischen Seen in Florida gelten mag. Wollen sie darin plantschen, müssen sie den Platz mit Schildkröten, Fröschen und vor allem mit Alligatoren teilen. Angeln vom Boot erscheint da doch sicherer.
Ach? Was es zum Abendbrot gab? - Denken Sie an gestern! Das war aber nur die Vorspeise.
Da wir uns am Mittag immer kurz mit essen hielten, holte Stefan zwei Porc Steaks aus dem
Sechserpack im ausgezeichnet funktionierenden Gefrierfach. Da waren auch noch Ellbows
übrig, Sauce Bernaise zu allem. Im Chrattli hatte es dann noch Erdbeeren zur Garnitur.
| 16. Juni | nach oben |
Da wir am Morgen noch lange mit Bud gesprochen haben und die Fahrt nach Tampa etwas dauerte, war dieser Tag auch schnell vorbei. Dort angelangt hielten wir uns, wie gewohnt, an unseren Führer. Ein schwerer Fehler, wie uns bald klar wurde. Der Camp Nebraska R.V. Park war ein Drecklock. Wir haben ihn kurzerhand in "La Cucaracha" umbenannt.
Da sollte uns Stefans Menü wie königlicher Luxus erscheinen: Melonenschnitz,
Rice-a-Roni (with extra onions) und Steak drei und vier.
| 17. Juni | nach oben |
Einen Vorteil hatte die Küchenschabe dann doch noch: Sie wohnte inmitten der Stadt. So waren wir genug früh am Eingang der Busch Gardens, um diesen Vergnügungspark bis zur Schliessung abends um acht auszunützen. Neben Achterbahnen und "Schüttelbecher" gibt's auch nässende Spritzbahnen und einen regelrechten Zoo.
Jetzt aber nicht mehr zu weit fahren zum Camping. Aber zurück zur Schabe? - Nein! Bis zum Alaifa River R.V. Resort musste es noch reichen. Gewaltig! Sauber! Schön gelegen! - Wir wollen's mal nicht übertreiben. Aber zum Vortag...
Jetzt noch kochen, nö! Schnell den Kampier gefragt: Two Lites up... Uups! Das wär's
gewesen, Ruth's Restaurant. Aber was ist da rechts? ABC-Pizza. Schnell einlenken! Es gibt
Spaghetti with Mushrooms special @ $2.99. What a bargain!
| 18. Juni | nach oben |
Jetzt gegen Süden losgebrettert. Wir wollen den Golf sehen! Durch Bradenton hindurch über den Longboat Key nach Sarasota (kurzer Dip eingeschlossen). Mittagessen im Pizza Hut. Da gibt's die Deep Pan w Mushrooms, Red Onion and Chicken.
Es scheint was mit dem Namen zu tun haben: Siesta Key. Wir hatten bei der ersten
Amerika-Reise bemerkt, dass dieser Begriff für teure Campingplätze steht. Der damalige
steht auf dem Weg nach Key West. Dieser hier kostet in der Saison (=Winter) satte $56.- !
Er heisst Gulf Beach Campground. Die letzten beiden Porc Steaks gab's mit Spaghetti à
Sauce Ragu (das sind Tomaten für Nicht-Amerikaner). Stefan schlabberte angebratene
Bananen dazu (na klingelt's?). Salat mit Melonen- und Tomatenschnitz assen wir nebenher.
| 19. Juni | nach oben |
Stefan warf sich noch kurz nach dem Frühstück ins Meer, während ich versuchte den Platz zu bezahlen. Die behäbige Dame mit dem Camping-Anhänger musste aber erst der längst pensionierten Platzführerin ihr Leben ausbreiten. So blieb ich bestimmt eine Viertelstunde im Office stehen. Dann wollte mich die Schrulle auch noch über's Ohr hauen, unabsichtlich natürlich. Sie verrechnete die nächste Platzreihe Richtung Beach. Über diese progressiven Preise hätte sich mancher Steuerbeamte das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen.
Über's Internet hatte ich einen schnuckeligen Platz namens Myakka River State Park ausgesucht. Dazu fuhren wir extra eine Nebenstrasse. - Saus! Das wär die Einfahrt gewesen. - Umkehren? Nö. Weiter geht's über Port Charlotte südlich über die Route 765 auf Pine Island, dann zurück und nach Fort Myers über die Cape Coral Bridge. Für unser Wohngefährt kostet die Toll einen Dollar. Der Führer zeigt The Groves R.V. Resort. Hatten wir oben etwas von sauber gesagt. Der hier war sehr ordentlich und sauber. Das dies so blieb, dafür sorgte eine eigene Seite des Prospekts mit Regeln und Gesetzen.
Die beiden Damen des Camping gaben auf Anfrage an, dass sich das nächste Kino in den
Bell Towers, einer Shopping Mall, befindet. Dort fanden wir einen sehr neuen Kinokomplex
mit 20 Lichtspielräumen vor. Unser Film war The X-Files in Nummer 12.
| 20. Juni | nach oben |
Vor Ft. Myers liegen die sehenswerten Inseln Sanibel und Captiva. Dazwischen hat's auch Beach. Im Wasser konnten wir Rochen beobachten. Zurück und in die andere Richtung auf Sanibel gab es den stillgelegten Leuchtturm. Plötzlich kommt ein starker Wind auf und in der Ferne beobachteten wir ein Gewitter. Das sollte uns nicht abhalten im seichten Wasser zu waten. Einige Leute sammelten leere Muscheln. Ja, leere. Volle darf man nicht mitnehmen. Letztere gibt es jedoch in rauhen Mengen. So wird wohl jede Muschel mehrmals in der Stunde umgedreht, um sie dann gleich wieder hinzulegen. Ich hoffe den Bewohnern wird's dabei nicht schlecht.
Schnell mal wieder runtergehüpft auf's Festland und gleich wieder weg auf Estero Island, besser bekannt als Ft. Myers Beach. Die durch die Winde niedrigeren Temparaturen wollen wir ausnutzen und schnallen die Inline Skates um. Im von einem Italiener geführten Ristorante Pappa Monda kehren wir ein. Das wir diesmal bei einem richtigen Italiener gelandet sind konnte Stefan an seinen Pappardelle und ich an meinen Rohr-Teigwaren feststellen.
Nachdem wir ein gutes Stück der Promenade abgebladet hatten waren wir patschnass. Nach
einem Duschgang wollte Stefan nochmals ins Dorf gehen, um das Treiben dort etwas zu
filmen. Leider sind um elf Leute müde und die Restaurants schliessen.
| 21. Juni | nach oben |
Es war eine gute Idee, die Wasserlandschaft mit einem Boot zu erkunden. Leider hatten wir den Drang der Amis zum Vatertag etwas unterschätzt. Es war unmöglich ein erschwingliches Mietboot zu ergattern. Auf dem Weg über San Carlos Island und Bonita Beach hatten wir mehrmals gestoppt, vergebens! Zurück auf dem Festland mussten wir uns unbedingt zuerst verpflegen. Im Pizza Hut probierten wir, nachdem das Buffet geschlossen war, nochmals die gleiche Deep Pan wie am 18.
In Naples angelangt buchen war resigniert ein Boot bei Port-o-call für den nächsten Tag. Der Endless Summer R.V. Resort ist leider nicht gleich um die Ecke, hatte dafür wieder mal einen Pool. Das lokale Kino war etwas kleiner und mit $1.75 sehr günstig, hatte jedoch keinen Film der uns interessiert hätte oder innert nützlicher Frist angelaufen wäre.
Zurück auf dem Platz gab's erst mal ein Knoblibrot. Das Menü danach hiess Beef Ribs
with Potato Gratin. Danach wurden die Häagen Dazs-Eimerchen geleert. Was Stefan auf
dieser Reise schon alles gefilmt hatte schauten wir uns anschliessend auf LCD an.
| 22. Juni | nach oben |
Manchmal gab es auch etwas anderes zum Frühstück als Vierkantbrot mit Margarine und Konfitüre. Heute waren Rührei mit Zwiebeln und Schinken angesagt. Danach fuhren wir zum Hafen, um zwei Stunden mit 90 PS auf dem Inlet rumzufahren. Interessant waren die kleinen Meeresarme mit den vielen Villen am Ufer.
Die Everglades lagen vor uns. Auf dem Weg machten wir einen Abstecher nach Marco Island. Sagen wir's wie ist: In den Glades gibt's nur Airboat-Touren, das dafür reichlich. Mitten im Sumpf liegt Joan's Kwik Stop, ein nicht klimatisiertes indianisches Restaurant in Ochopee. Es gleicht mehr einer Scheune und ist volltapeziert mit Postkarten aus aller Welt. Stefan verdrückte ein Dreikant-Sandwich, ich probierte den Swamp Dog. Man hätte es ahnen können: Beim zahlen fragte uns die freundliche Dame hinter der Theke, ob wir auch eine Karte schicken würden. Wir willigten ein.
Zurück im Wohnmobil, Klimaanlage ein, rollen wir weiter Richtung Miami. Der Camping-Führer gibt zwölf Meilen des Florida Turnpike den Gator Park an. Moment! Da sind waren wir soeben vorbeigerauscht. Aber es war noch so früh, dass wir beschlossen in der Stadt was zu suchen. An allen Tankstellen fanden wir zwar hilfsbereite spanisch-sprechende Angestellte, bald mussten wir jedoch feststellen, dass es wohl innerhalb des Stadtgebietes keinen Camping-Platz gab. So mussten wir, wohl oder übel, die knapp 20 Meilen zurück zum Gator Park fahren. 25 Dollar kostete er. WC oder Dusche gab es nicht und als wir ankamen war zu allem Überfluss noch Stromausfall. Das Wasser versiegte eine gute halbe Stunde später. Zum Glück hatten wir bis da unsere Hacktätschli, Mini-Noodles und Tomaten gegessen.
Schön gelegen war er, der Platz. Um einen Teich waren die unterschiedlichsten
Camping-Vehikel abgestellt. Stefan lief mit seiner Kamera los. Kurz darauf rief er mich zu
sich. Am Ufer hatte er glatt einen Mini-Alligator ausgemacht. Bald fanden sich einige
Kamper an diesem Platz ein.
| 23. Juni | nach oben |
Am vorletzten Tag geht die Fahrt zurück in die Stadt und hindurch nach Kay Biscane. Nachdem uns die erste Bank nur $100 wechseln wollte, fuhren wir noch ein Stück weiter, bis wir vor dem Cape Florida State Park wenden mussten, da wir keine fünf Dollar in Bar bezahlen konnten. Die offizielle Beach kostete auch sechs Dollar, also plantschten wir kurz auf der entgegengesetzten, dem Festland zugewandten Seite. Kein Wellengang, darum nur eine warme Algen-Pfütze. Danach zurück über die Brücke durch's Downtown zum nächsten Burger King. Von dort versuchen wir zwei Telefonnummern, die ich abends zuvor aus zwei ausgedruckten Internetseiten hervorgekramt hatte. Es stellte sich heraus, dass beide nur feste Mobile Homes beheimaten.
Weiterreifeln am Flughafen entlang bis zur Post. Stefan hat noch zwei Karten zu
verschicken. Die letzten Cents verwandeln wir in Briefmarken. In der Mall of the Americas
gibt Citibank Geld von Stefans Mastercard. Ein Problem weniger! Wir fahren weiter über
die Homestead Extension of Florida Turnpike zur Cutler Ridge Mall. Zurück zum Gator Park wollen wir nicht, also
übernachten wir auf dem luxuriösen KOA
an der SW162 Avenue. Z'Nacht gibt's, was noch im Gefrierfach steckt: Broccoli- und
Karrotten-Gemüse aus der Tüte. Dazu Büchsen-Ravioli aus dem KOA-Laden.
| 24. Juni | nach oben |
Was gibt's noch zu schreiben? Wagen zurückgeben, Einchecken, Abflug Miami 15.30 Uhr. Zur Auflockerung
landeten wir in Ft. Myers zwischen.
| 25. Juni | nach oben |
Landung in Zürich 8.40 Uhr. Eine ganze halbe Stunde zu früh!